lässig


lässig

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läs|sig ['lɛsɪç] <Adj.>:
ungezwungen und ohne große Förmlichkeit:
lässige Haltung; sich lässig bewegen.
Syn.: aufgelockert, burschikos, entspannt, formlos, gelöst, leger, locker, salopp, unbefangen, ungehemmt, ungeniert, zwanglos.

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lạ̈s|sig 〈Adj.〉
1. zwanglos
2. träge u. auf herablassende Art gleichgültig
3. nachlässig, unachtsam
● „...?“, fragte er \lässig; \lässig den Mantel von den Schultern gleiten lassen; \lässig die Achseln zucken; sich \lässig in einen Sessel lehnen; \lässig mit der Hand winken [<mhd. lezzic; zu laz „matt, träge, saumselig“; → lassen]

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lạ̈s|sig [mhd. leʒʒic, verw. mit lassen]:
a) [in selbstsicherer Weise] ungezwungen u. ohne große Förmlichkeit:
-e Eleganz;
eine -e Jacke;
eine -e Art haben;
er ist ein -er Typ;
er ist immer sehr l. (salopp) angezogen;
sie stand l. an die Tür gelehnt;
l. grüßen;
b) (veraltend) nachlässig, nicht sorgfältig:
er ist bei der Arbeit manchmal etwas zu l.;
c) (ugs.) leicht, ohne Schwierigkeiten:
er lief die Strecke l. in 11 Sekunden;
das schaffen wir l.;
den Bus haben wir noch l. gekriegt;
d) (bes. österr.) hervorragend, ausgezeichnet:
er fährt ein total -es Cabrio.

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lạ̈s|sig [mhd. leʒʒic, zu 1lass]: a) [in selbstsicherer Weise] ungezwungen u. ohne große Förmlichkeit: -e Eleganz; eine -e Art haben; Auf der Offline zeigten sie in ihrer ersten gemeinsamen Schau -e Modelle von leicht avantgardistischer Klassik (Tagesspiegel 20. 10. 85, 53); er ist ein -er Typ; er ist immer sehr l. (salopp) angezogen; l. grüßen; sie stand l. an die Tür gelehnt; Hotte gab eben das Heft l. ab, als sei es das Selbstverständlichste von der Welt, dass er als Erster fertig war (Loest, Pistole 227); Mal hat er einen (= Schal) l. um den Hals geschlungen, dann wieder um die Hüften (Freizeitmagazin 12, 1978, 6); b) (veraltend) nachlässig, nicht sorgfältig: etw. l. abschreiben; Die Dächer werden l. geflickt (Sieburg, Robespierre 164); c) (ugs.) leicht, ohne Schwierigkeiten: er lief die Strecke l. in 11 Sekunden; sein Abspiel kam meistens so nach Maß, dass ich das Leder nur noch l. ins Netz zu drücken brauchte (Wilhelm, Unter 23); d) (Jugendspr.) hervorragend, ausgezeichnet: sein Motorrad ist einfach l.; „Wär' echt l., wenn ihr auch mal tanzen würdet“, meinte einer der Commercials zum etwas steifen Publikum (Oxmox 5, 1985, 28); ∙ e) träge, schlaff: Mein eignes Unglück schlug mich nieder, machte mich ärgerlich, kurzsichtig, schüchtern, l. (Lessing, Minna V, 2).

Universal-Lexikon. 2012.

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